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PES
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Bildungsserver > PES.  > Das Projekt

Erweiterte Selbstständigkeit von Schulen, Vertretung von Unterricht

Projekt Erweiterte Selbstständigkeit (PES)             August 2011
 zentrale Steuerungsgruppe
 
 Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur (MBWWK)
 Emanuel Rösch (bis 30.11.2011), Jürgen Kugel (ab 01.12.2011)
 
 Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD)
 Jochen Floeter  

Projektbeschreibung

1. Ausgangssituation 

Qualitätsentwicklung in Schulen erfordert nachhaltige Aktivitäten im Bereich der Unterrichtsentwicklung, der Personalentwicklung und der Organisationsentwicklung. Die Landesregierung unterstützt diese vielfältige Arbeit der Schulen unter anderem durch eine gute Unterrichtsversorgung. Darüber hinaus erhalten die Schulen mehr Verantwortung für die inhaltliche, organisatorische, personelle und finanzielle Gestaltung dieser Entwicklungsprozesse. Das "Projekt Erweiterte Selbstständigkeit (PES)" leistet hierzu einen weiteren Beitrag, da es um die Verringerung des temporären Unterrichtsausfalls an den Schulen geht. Dies erfolgt durch die Erweiterung der Handlungsmöglichkeiten im personellen Bereich der Lehrerversorgung der Schulen. 

An diesem Projekt nehmen zurzeit ca. 750 Schulen aller Schularten auf freiwilliger Basis teil. Für alle Neuerrichtungen von Schulen und für die öffentlichen G8-Gymnasien ist die Teilnahme am Projekt PES verpflichtend. Mit der Erweiterung der Handlungsmöglichkeiten erreichten Schulen eine deutliche Reduzierung des temporären Unterrichtsausfalls. Die Schulen berichten von spürbaren Entlastungs-effekten, einer breiten Akzeptanz im Sinne der Qualitätssicherung und Eigenverantwortung und einer verbesserten Außenwirkung. 

2. Ziele und Erwartungen

Durch die Bereitstellung von weiteren Mitteln und Unterstützungsleistungen in der Umsetzung im schulischen Umfeld soll die Schule in die Lage versetzt werden, ihren kurzfristigen Vertretungsbedarf eigenverantwortlich zu regulieren. Hierzu wird den Schulen  ein eigenes Budget zugewiesen und das  umfangreiche Unterstützungssystem  weiterentwickelt. PES ist ein Schulentwicklungsprojekt von „unten“, von daher sind Anregungen, Änderungs- und Verbesserungsvorschläge für die kontinuierliche Weiterentwicklung des Projektes explizit erwünscht. 

Im Projekt PES wird von den Schulen  erwartet, dass sie 

  • im Rahmen ihres schulischen Vertretungskonzepts Vertretungsunterricht eigenverantwortlich disponieren und organisieren. 
  • eine Vertretungsbereitschaft in der Schule und im schulischen Umfeld aufbauen. 
  • ihr Vertretungsbudget bewirtschaften.
  • den Vertretungsbedarf, Regulierungsmaßnahmen und verbliebenen Unterrichtsausfall in der vorgegebenen Weise dokumentieren.
  • über ihre Erfahrungen berichten und Verbesserungsvorschläge einbringen.

Dabei werden sie von der Schulaufsicht und vom Pädagogischen Landesinstitut begleitet und unterstützt.

3. Rahmenbedingungen für das Schuljahr 2011/12 

3.1 Jede Schule erhält ein eigenes Vertretungsbudget. Pro „Budgeteinheit“ werden der Schule  500 € zugewiesen. Die Budgeteinheit errechnet sich aus den verfügbaren Stunden laut Gliederungsplan. Diese werden durch das jeweilige Regelstundenmaß geteilt. In diese „Budgeteinheit“ werden auch die Stunden von Pädagogischen Fachkräften eingerechnet. Für kleine Schulen (bis zur Größe von sieben „Budgeteinheiten“) werden 3500 € pauschal zugewiesen. 

3.2 Die Schule kann für die anfallenden Aufgaben gestaffelt bis zu vier Anrechnungsstunden erhalten, die aus dem zugewiesenen Budget zu finanzieren sind.

3.3 Im Rahmen der zugewiesenen Mittel  kann die Schule selbstständig ihren Vertretungsbedarf regulieren. Dazu werden die im Portal bereitgestellten Möglichkeiten (Verträge, Mehrarbeitsanordnung, etc.) verwendet. 

3.4 Die Schule entscheidet in eigener Verantwortung über Einstellung und Einsatz von Vertretungskräften. Vorrang hat dabei immer die Vertretung von Unterricht durch Unterricht. 

3.5 Die Finanzierung von Zusatzangeboten (z. B. Förderkurse, Projekte oder Arbeitsgemeinschaften) über PES-Mittel ist nicht möglich.

3.6 Es besteht die Möglichkeit, das  Projekt Lehrergesundheit mit dem Projekt "PES – Vertretung von Unterricht" zu verbinden. Diese Maßnahme ist mit der Schulaufsicht abzustimmen.

3.7 Die Schule analysiert und bewertet im Rahmen ihrer Qualitätsprogrammarbeit ihre Aktivitäten hinsichtlich geschlechtsspezifischer Auswirkungen. Ggf. werden Benachteiligungen bei der zukünftigen Einsatzplanung organisatorisch so geändert, dass sie nicht mehr auftreten.

3.8 Die Schule schöpft  alle Möglichkeiten zur Regulierung der nicht planmäßig erteilten Unterrichtsstunden aus.

3.9 Folgende Aspekte sind von der Schule im Projekt zu beachten:

  • Einhaltung der rechtlichen Vorgaben
  • Zusammenarbeit mit der zuständigen Personalvertretung, der Schwerbehindertenvertretung und der Gleichstellungsbeauftragten sowie ggf. mit der Schulbehörde
  • Bestimmung einer für das Projekt verantwortlichen Person
  • Erstellung eines Vertretungskonzepts, der Evaluierung und der Fortschreibung des Konzepts unter Einbindung der Gesamtkonferenz mit Berücksichtigung des planbaren Regulierungsbedarfs (z.B. Fortbildungen, Klassenfahrten)

Hinweis:

Nach der erst- und einmaligen Erstellung eines schriftlichen Vertretungskonzeptes erfolgt die Evaluation und Fortschreibung des Vertretungskonzeptes in standardisierter Form über die  Internetplattform. Die Schulen werden dabei durch Schulaufsicht und pädagogische Serviceeinrichtungen unterstützt.

  • Erstellung der monatlichen Statistik 

Hinweis:

Über das elektronische Erhebungsverfahren werden der Vertretungsbedarf, die ergriffenen Maßnahmen zu dessen Regulierung sowie der tatsächlich verbliebene temporäre Unterrichtsausfall erfasst. Für Rückfragen stehen den Schulen die im Portal genannten Ansprechpartner zur Verfügung. 

  • Schaffung der technischen Voraussetzung für die Abwicklung aller anfallenden Verwaltungsarbeiten über das  Internetportal
  • Kommunikation per E-Mail ausschließlich über EPoS zur Sicherstellung des Datenschutzes

4. Organisation und Evaluation 

Die Gesamtsteuerung des Projektes erfolgt durch eine zentrale Steuerungsgruppe, die beim Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur (MBWWK) eingerichtet ist. 

Projektleitung,  rechtliche Begleitung und  Beratung und Unterstützung liegen in der Hand der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD).

Die edv-technische Systementwicklung und Betreuung erfolgt durch das Pädagogische Landesinstitut (PL). Das Pädagogische Landesinstitut ist auch für die Entwicklung und Durchführung von Fortbildungsmodulen zuständig. 

Die Evaluation des Projektes erfolgt über Datenerhebung, Datenauswertung und Berichte in standardisierter Form. 

5. Unterstützungsangebote

Die zuständigen Schulaufsichtsbeamtinnen und -beamten begleiten und unterstützen die Schulen. Unter Federführung der zuständigen Schulaufsicht können themenbezogene regionale Informationsveranstaltungen mit den Projektschulen und interessierten Schulen durchgeführt werden. Das Pädagogische Landesinstitut bietet regelmäßig Fortbildungsmodule an und begleitet neu errichtete Schulen gemeinsam mit der ADD und dem MBWWK auf ihrem Weg ins Projekt.

Die PES/GTS-Beraterinnen und –Berater unterstützen die Schulen in ihrem Zuständigkeitsbereich. Sie initiieren gemeinsam mit der Schulaufsicht regionale Netzwerke als Unterstützungssystem.

6. Anmeldung und Ansprechpartner

Die Schulleitung bezieht die Gesamtkonferenz in die Entscheidung über die Teilnahme am Projekt mit ein. Im Rahmen der gesetzlichen Regelungen sind der örtliche Personalrat, die Gleichstellungsbeauftragte  und die  Schwerbehindertenvertretung der Schule zu beteiligen. 

Die Anmeldung zum Projekt kann jederzeit online über das Internetportal unter http://pes.bildung-rp.de < Bewerbung als Schule/ Bewerbung als Vertretungskraft-Selbstregistrierung> erfolgen. 

Weitere Auskünfte erteilen die im Internetportal unter http://pes.bildung-rp.de  <Ansprechpartner> benannten Personen sowie die jeweils zuständigen Schulaufsichtsbeamtinnen oder –beamten.

Diesen Bereich betreut E-Mail an Michael Korb, PL. Letzte Änderung dieser Seite am 22. Februar 2012. ©1996-2012 Bildungsserver Rheinland-Pfalz